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Schulungsanspruch als Betriebsrat

Die meiste Zeit des Tages wird mit Arbeit verbracht. Als Arbeitnehmer kann man sich glücklich schätzen, denn auch wenn es mal stressig wird oder Probleme entstehen, ein Arbeitsplatz ist heutzutage nicht selbstverständlich. Aus diesem Grund ist es nachvollziehbar, dass einem dieser sehr wichtig ist und man in irgendeiner Form geschützt sein möchte. Genau dafür gibt es den Betriebsrat, der die Vertretung der Arbeitnehmer (gegenüber dem Arbeitgeber) darstellt und auch von diesen gewählt wird. Neuwahlen finden alle 4 Jahre statt und es ist durchaus als ein Nachteil zu sehen, wenn ein Unternehmen keinen Betriebsrat hat.

Deshalb ist ein Betriebsrat so wichtig

Zunächst ist es so, dass dieser schon ab 5 Arbeitnehmern gewählt werden kann. Wenn die Entscheidung für einen Betriebsrat gefallen ist, dann muss der Arbeitgeber dies so akzeptieren. Der Betriebsrat selbst besteht aus einem oder mehreren Mitgliedern, wobei es hier keine festgelegten Zahlen gibt. In der Regel hängt die Anzahl aber von der Größe des Betriebs ab, sodass mehr Arbeitnehmer mehr Mitglieder bedeuten.

Ein Betriebsrat ist deshalb so wichtig, weil er Beteiligungsrechte durchsetzen kann. Ohne ihn ist das nicht möglich und er stellt in einer gewissen Art und Weise den Beschützer für die Arbeitnehmer dar. Um auch wirklich etwas ausrichten zu können, verfügt dieser über viele Rechte. Niedergeschrieben sind sie im Betriebsverfassungsgesetz, kurz BetrVG. Darin ist unter anderem zu lesen, dass der Betriebsrat Betriebsvereinbarungen, Gesetze, Tarifverträge und Verordnungen überwachen muss. Hier greifen die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats. So schließt dieser Betriebsvereinbarungen mit dem Arbeitgeber ab.

Hat ein Betriebsrat Schulungsansprüche?

Ja, das BetrVG schreibt Betriebsräten einen gesetzlichen Schulungsanspruch zu. Die umfangreichen Seminare werden aber nicht nur zum Spaß abgehalten, sondern sie bringen den Betriebsratsmitgliedern das erforderliche Wissen für Ihre Arbeit; sei es Grundlagenwissen oder auch Spezialkenntnisse. Erfolgte eine Wiederwahl, dann muss der Stoff zwar nicht zwingend wiederholt werden. Erworbenes Wissen noch einmal aufzufrischen hat aber durchaus Wert. So besteht die Möglichkeit, in den Kursen, die sich gezielt an wiedergewählte Betriebsratsmitglieder richten, echtes Spezialwissen zu erlangen.

Der Anspruch zielt auf die erforderlichen Schulungen ab und ist im Betriebsverfassungsgesetz in § 37 Absatz 6 zu finden. Die Kurse sind vor allem deshalb ein wichtiger Faktor, damit der Betriebsrat die Interessen der Arbeitnehmer optimal vertreten kann. Und das geht eben nur mit dem entsprechenden Wissen.

Müssen die Seminare in der Freizeit besucht werden?

Nein, auch dieser Punkt ist eindeutig geregelt. Arbeitgeber müssen Betriebsräte verpflichtend freistellen, sofern der Besuch einer Schulung erforderlich ist. Auch die Kosten dafür trägt der Chef. Dies beinhaltet neben der Gebühr für das Seminar auch die Kosten für Reise, Verpflegung und Unterkunft. Einen Aussetzer beim Arbeitsentgelt gibt es nicht, das Gehalt bleibt also gleich.

Fazit

Ein Betriebsrat sorgt unterm Strich für sichere Arbeitsplätze und für faire Arbeitsbedingungen. Die Gründung ist nicht verpflichtend, sollte aber aufgrund der vielen Vorteile für Arbeitnehmer auf jeden Fall bedacht werden. Der Arbeitgeber kann diesen Schritt auch nicht unterbinden, stattdessen hat er bei diesem Thema einige Verpflichtungen.

Außerdem haben Betriebsräte einen gesetzlichen Anspruch auf erforderliche Schulungen. Fallen diese in die Arbeitszeit, dann muss der Chef eine Freistellung genehmigen und er ist auch für die Kostenübernahme verantwortlich. Für Arbeitnehmer ist ein Betriebsrat also im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert.

Nutzen und Vorteile betriebsinterner Weiterbildungsmaßnahmen

Der Schlüssel zum geschäftlichen Erfolg für jedes Unternehmen sind gut ausgebildete Mitarbeiter. Natürlich achten die Personalverantwortlichen schon bei der Einstellung darauf, dass die Mitarbeiter die fachlichen Qualifikationen für ihren künftigen Arbeitsplatz mitbringen. Jedoch gibt es regelmäßig Änderungen und Neuerungen, über welche die Mitarbeiter informiert werden müssen. Die beste Alternative sind in diesem Fall betriebsinterne Weiterbildungsmaßnahmen, weil diese auf die Bedürfnisse des Betriebes zugeschnitten sind. Um die Vorteile zu nutzen, müssen Führungskräfte allerdings einige Aspekte berücksichtigen.

Die Voraussetzungen schaffen

Wichtig ist insbesondere, dass für die Weiterbildung geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, in welchen die Fortbildung ungestört stattfinden kann. Bestens eignen sich Konferenz- und Besprechungsräume, notfalls auch Aufenthaltsräume. Selbstverständlich sollte auch die passende Ausstattung zur Verfügung stehen. Dazu gehören unter anderem ein Internetanschluss und Präsentationsmöglichkeiten, die sich für gelegentliche Einsätze aber auch anmieten lassen.

Wann ist eine Weiterbildung sinnvoll?

Bevor die Weiterbildung in Angriff genommen wird, gilt es zunächst einmal eine Bestandsaufnahme zu machen. Also herauszufinden, wo Schwachstellen sind und welche Fehler immer wieder passieren. Hier sind nicht nur die Führungskräfte gefragt. Denn auch Mitarbeiter wissen aus ihrem Arbeitsalltag, in welchen Bereichen Defizite bestehen. Sobald der Bedarf ermittelt ist, kann im nächsten Schritt die passende Maßnahme ausgewählt werden. Das kann beispielsweise ein Seminar oder ein Kommunikationstraining sein, aber auch eine spezielle Weiterbildung, etwa wenn ein neues Softwaresystem eingeführt wird.

Diese Vorteile bietet eine betriebsinterne Weiterbildung

Der wohl größte Vorteil einer innerbetrieblichen Weiterbildung besteht darin, dass die jeweilige Maßnahme genau auf den Betrieb zugeschnitten ist. Schon bei der Planung werden die besonderen Eigenheiten des jeweiligen Betriebes ermittelt. Nicht minder wichtig ist die Tatsache, dass sich die Weiterbildung flexibel an die Interessen des Betriebes und der Teilnehmer anpassen lässt. So sind Unternehmen bei innerbetrieblichen Weiterbildungen nicht an bestimmte Zeitfenster gebunden, sondern können den Zeitpunkt und die Dauer individuell festlegen.

Nicht zu verachten ist außerdem die Tatsache, dass eine innerbetriebliche Weiterbildung auch als teambildende Maßnahme fungiert. Denn am Arbeitsplatz arbeitet in aller Regel jeder für sich allein. Während der Fortbildung sind die Teilnehmer hingegen dazu gezwungen, als Team zu agieren, was sich positiv auf die künftige Zusammenarbeit auswirkt. Ferner haben Mitarbeiter die Gelegenheit, sich außerhalb des betrieblichen Alltags kennenzulernen.

Ein weiterer großer Vorteil besteht darin, dass sich der Wissenstransfer für alle Beteiligten einfacher gestalten lässt. Der Grund: Es kann jederzeit ein Bezug zum Unternehmen hergestellt werden, indem Fragen und Probleme besprochen werden, die im Arbeitsalltag regelmäßig auftauchen. Das wiederum bietet auch die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Referenten ganz konkrete Situationen aus dem beruflichen Alltag zu analysieren.

Nicht zuletzt steigert die Möglichkeit zur Weiterbildung auch die Motivation der Mitarbeiter, weil sie sich damit auch persönlich weiterentwickeln können. Und motivierte Mitarbeiter sind schließlich die besten Mitarbeiter, die sich ein Unternehmen nur wünschen kann.

Weiterbildungen steigern die Motivation der Mitarbeiter

In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Unternehmen immer wichtiger, kompetente Mitarbeiter langfristig zu binden. Es ist jedoch eine Fehlannahme, dass nur hohe Löhne dies bewirken können. Der moderne Arbeitnehmer legt auf ganz andere Dinge wert, zum Beispiel auf eine kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung.

Wirtschaftsstudium – Der Karriere-Booster

Ein Studium der Betriebswirtschaft ist vor allen Dingen eine hervorragende Grundlage für zukünftige Führungskräfte in der Industrie und generell als Unternehmer – auch im Mittelstand. Während der Betriebswirtschaftler gerne in die Industrie abwandert, um dort seinen beruflichen Werdegang zu finden, werden Volkswirte gerne in der Bankenwelt eingesetzt, weil die Kenntnisse über globale volkswirtschaftliche Zusammenhänge eher in dieser Branche benötigt werden. Auch Versicherung haben Bedarf an Volkswirten und stellen sie gerne ein. Das Studium ist interessant und kann überall dort von Vorteil sein, wo Prognosen über künftige Entwicklung gebraucht werden.